Hautwolf

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Was tun bei Hautwolf?

Krankheitsbild

Die Intertrigo – auch als intertriginöses Ekzem, Wundsein, Hautwolf oder Wolf bezeichnet – ist eine hochrote, nässende Hautschädigung, die in Hautfalten (intertriginösen Räumen) auftritt. Vorwiegend betroffen sind Bereiche, wo sich Hautflächen gegenseitig berühren und aneinander reiben: die Leistengegend, die Analfalte, die Haut unter den Brüsten, der Damm bzw. die innenliegende Haut der Oberschenkel, der Bauchnabel, die Zehenzwischenräume oder zwischen den Fingern. Die resultierende Hautschädigung verursacht meist ein brennendes oder juckendes Missempfinden. Es kann zur Sekretion von wässriger Wundflüssigkeit kommen und Bläschen und Hauterosionen können sich bilden. Durch Mazeration (Aufquellung) der Haut und der verminderten Barriere- und Schutzfunktion können sich Bakterien und Pilze vermehren und es kann zu einer Sekundärinfektion kommen.

Feuchte Hautfalten

Reibung

Starkes Schwitzen

Ursache

In Hautfalten ist die Schweißabdunstung vermindert und es kann ein feuchtwarmes Klima entstehen. Zusammen mit der Reibung der sich berührenden Hautflächen kommt es zur Reizung und Mazeration der Haut. Der Säuremantel der Haut ist gestört (alkalischer pH-Wert an der Oberfläche) und die Barriere- und Schutzfunktion der Haut vermindert. Besonders bei mangelnder Hygiene im Zusammenhang mit Inkontinenz oder starkem Schwitzen und Reibung kommt es zu entzündlichen Reaktionen der Haut sowie zu bakterieller oder mykotischer Sekundärinfektion.
Übergewichtige und leicht schwitzende Personen sind speziell gefährdet. Zudem kann es bei sportlichen Aktivitäten (Wandern, Radfahren etc.) leicht zu dieser Art von Hauterkrankung führen. Im Volksmund spricht man vom Wolf nach langen Märschen und Radtouren.

Vorbeugung

Als Prophylaxe dient die Vermeidung der feuchtwarmen Bedingungen durch angemessene Körperpflege. Dies gilt besonders bei Bettlägerigkeit und starkem Schwitzen. Die Haut soll möglichst trocken gehalten werden. Die Feuchtigkeit nach der Körperwäsche soll abgetupft und nicht abgerieben werden. Selbstverständlich muss bei bettlägerigen Patienten auch auf die richtige Lage geachtet werden.

Behandlung

Die Behandlung basiert auf einer sorgfältigen Hautpflege (Reinigung, Trockentupfen, antiseptisch wirkende Hautpflegeprodukte), Trockenhalten der Haut (aber dazu keinen herkömmlichen Puder verwenden); evtl. Einlegen trockener Kompressen zwischen die Hautfalten – die Kompressen müssen dann regelmäßig ausgetauscht werden.

Die nässenden Stellen werden heute nicht mehr mit Puder behandelt, da es schnell zur Bildung von Klumpen kommt, die die gereizte Haut zusätzlich beanspruchen.

Für die Behandlung von Intertrigo sind hydrophile Zinkoxid-haltige
Präparate wie z.B. ZinCream Medinova® gut geeignet, da sie die
adstringierende, antiseptische und entquellende Wirkung des
Zinkoxids und die trocknende Wirkung der Grundlage ergänzend
miteinander verbinden.

Liegt zusätzlich eine Infektion durch Pilze oder Bakterien vor, sollte der/die Arzt/Ärztin aufgesucht werden. Je nach Erreger muss eine Infektion mit lokaler antimykotischer oder antibakterieller Therapie behandelt werden.